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Der Beginn der Hashtags

Oder auch: Der Hashtag, Aufzucht und Hege.

Eine kurze Notiz, da es mir bei der Bestückung der Rubrik 365 Daily gerade in den Sinn kommt:

Im Jahr 2012 wurde das bisher größte und längste Blog-Reisekunst-Projekt zwar schon unter dem Schlagwort ‚UmsMeer‘ geführt. Da die täglichen Reiseberichte zu jener Zeite aber ausschließlich im Blog https://irgendlink.de publiziert wurden, firmieren so gut wie keine Hashtags zu #UmsMeer in den sozialen Medien. Erst 2015 wurde das Liveblog-Konzept auf die sozialen Medien erweitert und vor allem auf Twitter kursiert seither eine wohl dokumentierte Brotkrümelspur von Tweets. Zum Beispiel unter dem Hashtag #AnsKap, der die Radreise ans Nordkap markiert.

Das Konzept der kurzen, prägnanten Hashtags setzt sich fort bis in die Jetztzeit (2019). So ist etwa der Tag #UmsLand eindeutig angelehnt an die Ursprünge aller ‚Ans‘ und ‚Ums‘.

Zu #AnsKap sei an dieser Stelle erwähnt, dass der Hashtag auch für eine weitere Nordkap-Radreise (die eines Anderen) im Jahr 2016 genutzt wurde. #AnsKap dokumentiert also auch eine Radtour des geschätzten Reise- und Twitterkollegen und brillianten Fotografen @pattafeufeu

Wichtigste aktive Hashtags:

  • #AnsKap (Nordkap)
  • #Gibrantiago (Gibraltar)
  • #Flussnoten (Rhein 2016 und Aare 2019)
  • #UmsLand und seine Derivate (#UmsLand/Saar, #UmsLand/Bayern)
  • #Paminablog (gehört eigentlich zur UmsLand-Serie, die in Blogform Länderportraits erzählt, indem die Länder auf einer möglichst grenznahen Route erkundet werden.
  • #UmsMeer
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Mehr Einblicke. Im eigenen Interesse.

Ja, doch, es ist ein guter Entschluss, den vorigen Artikel aus dem Privatbereich zu entlassen. Es ist wichtig, Hintergründe zu erläutern, auch wenn es unbequem für die Lesenden sein könnte. Man muss nicht alles verstehen, wenn man ein Bild betrachtet. Der Erzeuger des Bilds, moi même, hat aber die Pflicht, das Bild möglichst vollständig zu zeigen und keine Details zu enthalten. Mag sein, dass das Shop-Blog dadurch verquer und unübersichtlich wird, aber am Ende, irgendwann, wird ein vollständiges Bild vorliegen, eine Beschreibung des künstlerischen Prozesses von Beginn bis Ende. Nur schade, dass ich versäumt habe, den Prozess des Serveraufbaus zu dokumentieren; von der rohen Grundinstallation ‚ohne Alles‘ bis zum gehärteten Server mit Shop und zahlreichen Blogs und statischen Webseiten. Ja ja, das ist sehr schade, denn das Wissen, das ich im Vorbeigehen etwa anderthalb Monate Foren lesend zusammenklaubte ist nicht selbstverständlich und es ist so umfangreich, dass es nicht ohne weiteres wieder abrufbar ist aus dem Hirn. Ich müsste den Prozess erneut durchlaufen, um mich an alle Probleme zu erinnern, die auftauchten und die ich löste. Nun ist es wie es ist. Ich gelobe mehr Einblicke. Im eigenen Interesse.

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Ein Skript

Nein, Skript ist die falsche Bezeichnung. Nennen wir es einen Befehl. In diesem Artikel gebe ich einen Blick unter die Motorhaube des Irgendlink-Shops. Jener Shop, der ein Werksverzeichnis ist und ein Verkaufsportal und ein Kunstwerk im Prinzip ja auch … ach, nennen wir es einfach ein appspressionistisches Machwerk, denn die Kreativität und der bildnerische Prozess verschmelzen mit Routinen und Befehlen und multiplen Dateien.

Das rohe Shop-Ding, das Du vor Augen hast, wenn Du die Webseite öffnest, ist schnell erklärt: WordPress-Webseite mit WooCommerce-Erweiterung (die eigentliche Shop-Funktion) und noch einigen wenigen anderen Plugins. Standard-Designvorlage ‚TheShop‘. Dahinter eine Datenbank, in die die Seiteninhalte, Bilder, Titel, Texte, Daten, Autorennamen, Schlagworte und Kategorien einsortiert werden. Kein Hexenwerk. Gibt es fertig zu kaufen bei den gängigen Providern.
Aber da ist natürlich noch mehr. Eher haptisch geht es bei der Kunstproduktion zu: Drucke zuschneiden, Klebefolie zuschneiden, im Baumarkt die Rohlinge aus Holz zuschneiden lassen, Oberflächen veredeln, die Kunst aufs Holz leimen, Galeriestempel auf die Rückseite und Signatur. Signieren ist sexy!
Zurück zur Motorhaube, zur dunklen Seite des Shops. Skripte sind auch im Spiel. Auf der Kommandozeile des Linuxterminals führe ich den Bildproduktionsprozess durch. Das heißt, für jedes verkaufte Bild lasse ich einen Befehl laufen, um es aus dem Datenordner für Druck und Produktion vorzubereiten. Ich habe den Befehl schlicht 365 getauft. Wenn ich also 365 tippe, wird das Skript ausgeführt und ich werde im Dialog zu den Bildern geführt, gebe deren Namen ein und das Skript erzeugt mir die druckfähige Datei auf ein A4-Blatt.
Komplizierter wurde es gestern, als ich eine Art Polaroid-Arrangement erzeugen wollte, natürlich übers Terminal, in dem die Einzelbilder meiner Artists-Collection arrangiert werden. Hier kam das Programm ‚montage‘ zum Zuge. Ein schlichter Befehl aus dem Imagemagick-Paket, mit dem man geradezu alles machen kann.
montage *.jpg -thumbnail 150x150 -bordercolor Lavender -background black -set caption '%t' -font Arlanda-Regular -pointsize 10 -gravity center +polaroid -gravity center -background none -set label '' -background white -geometry +60+25 -tile 5x6 Artists-Collection-2019.jpg
Der Befehl montage erzeugt aus einer Reihe von Bildern ein großes Gesamtbild. Entweder werden direkt nach dem Befehl die Bilder explizit genannt, oder wie im vorliegenden Fall mit dem Platzhalter (*) alle Bilder im Verzeichnis mit der Endung .jpg auf ein großes Bild montiert. Wie Du siehst, werden dem eigentlichen Befehl, montage ein Rattenschanz an Optionen mitgegeben, die das Aussehen des Endformats bestimmen.  Schriftart, Schriftgröße, Rahmenfaben, Schattierungsfarbe usw. Besonders hervorheben möchte ich folgende drei:  -thumbnail 150×150 bestimmt die Größe der Einzelbilder, nämlich 150 mal 150 Pixel. +polaroid sorgt dafür, dass die Bilder zufällig verdreht werden in Winkeln von +/- 15 Grad und dass sie einen Polaroid-Rahmen erhalten. Und -tile 5×6 arrangiert die Einzelbilder in fünf Spalten und sechs Reihen. Man kann die Werte verändern und so etwa 3 Spalten und 12 Reihen erzeugen. -tile 3x12kam zum Einsatz, um den Deckel der Artists Collection zu gestalten.

Hier wird der Befehl montage erklärt.

‚Mein‘ Befehl, oben im Codeblock, erzeugt die folgende Datei:

Eine Übersicht von Polaroid-Icons, die zufällig angeordnet und leicht verdreht sind. Unter jedem Bild findet sich der Bildtitel in winziger Schrift. Anordnung ist in fünf Spalten und sechs Reihen.
Mit dem Befehl montage erzeugte Polaroid-ähnliche Bildübersicht.

Warum das Ganze? Zum Einen sind Nichtgrafische Bildbearbeitungen, wenn sie einmal eingerichtet sind für den Arbeitsablauf viel praktischer als ein Grafisches Programm wie Gimp oder Photoshop. Zum Andern kann die Arbeit auch auf einem Server erledigt werden. Hier kommen wir nun meinem Konzept etwas näher, dem des reisenden, unterwegs produzierenden Künstlers. Natürlich habe ich, wenn ich unterwegs bin, keinen Desktop-PC dabei. Aber ein Smartphone. Und mit dem kann man sich mit dem Server verbinden und dann mit den dort hinterlegten Skripten und nichtgrafischen Bildbearbeitungsprogrammen arbeiten. Ich träume ja noch immer vom Bild des tingelnden Künstlers, der von unterwegs – ganz appspressionistisch – alle Schritte der Kunstproduktion vom flüchtig im Augenwinkel wahrgenommenen Fotomotiv zur bildnerischen Umsetzung und weiter in den Shop- und Verkaufsprozess bis hin zum Verkauf und Versendung an den Sammler, die Sammlerin – der also all diese Schritte quasi aus dem Fahrradsattel heraus erledigen kann.

Ich gestehe: noch ist es nicht so weit. Noch muss ich in der Homebase an einem ‚echten‘ PC aus Fleisch und Blut hin und wieder Hand anlegen (und sei es auch nur, die Steuererklärung zu machen :-)). Ich arbeite daran. Wie auch stets an der Kunst.